Zum Inhalt springen

How To: Awareness

Aus VektorPedia

Über Awareness-Arbeit

Zuallererst: Während eurer AWA-Schicht MÜSST ihr nüchtern sein!

Eure Aufgabe ist es grundsätzlich aufmerksam auf der Veranstaltung zu sein und dafür zu sorgen, dass sich alle wohlfühlen. Ihr sollt nicht nur auf Konflikte achten und diese auflösen, sondern auch Erste Hilfe leisten oder Leute unterstützen, denen es psychisch oder physisch nicht gut geht (z.B. aufgrund von zu hohem Alkoholkonsum). Aber auch gerade Gewaltsituationen fallen in euren Aufgabenbereich. Hierbei ist es eure Aufgabe, der betroffenen Person beizustehen und die Situation möglichst so aufzulösen, dass diese sich wohlfühlt. Seid euch bewusst, dass sich von Gewalt betroffene Personen meist in einer strukturell schwachen Position befinden, achtet also ganz besonders darauf, dass gerade ihr nicht aus Versehen Täter*innenschutz betreibt und selbst diskriminiert!

Gewaltausübende Personen sollen in allen Fällen beobachtet werden – bei Notwendigkeit können sie auch der Veranstaltung verwiesen werden. Gewalt definieren wir folgendermaßen: Gewalt ist grenzüberschreitendes Verhalten bewusster oder unbewusster Form. Im unbewussten Fall, also wenn es um unreflektiertes Verhalten geht, kann die Situation oft durch Aufklärung und Kommunikation gelöst werden. Bei bewusst grenzüberschreitendem Verhalten ist eher zu einer Verweisung von der Veranstaltung zu greifen.

Macht regelmäßig Rundgänge um das Veranstaltungsgelände, damit euch nichts entgeht. Auf Klassiker wie die Person an die frische Luft zu begleiten, sie mit Wasser zu versorgen oder sie an einen ruhigeren Ort zu bringen, kann immer zurückgegriffen werden. Wir reservieren mittlerweile auch immer häufiger einen Seminarraum als „Awa-Zentrale“, wo Schichtwechsel, Besprechungen, etc. stattfinden und Personen hingebracht werden können, denen es nicht so gut geht.

Euch sollte auch immer bewusst sein, wo ihr Erste-Hilfe-Koffer findet: z.B. in Seminarräumen oder der Küche in unserem Studienvertretungs-Gang.

Bevor ihr euch in eine Situation mit AWA-Bedarf begebt, seht zu, dass euer Team davon weiß (und ihr im besten Fall nicht alleine seid), damit auch eure Sicherheit gewährleistet ist!

Selbstschutz vor Fremdschutz!

Übrigens: Es ist Festbesucher*innen nicht erlaubt sich in den Stöcken über dem ersten und/oder in Seminarräumen aufzuhalten!

Erfahrungstipps

  • Leute schleichen sich gern auf der Seite der Mensa nach oben um aufs Klo zu gehen
  • Leute rauchen gern auf dem „Balkon“ auf dem Studivertretungsgang
  • In oberen Stöcken wird gern rumgemacht – be mentally prepared
  • Auf den Lift achten – Leute fahren gern mal in die Skylounge rauf
  • Fenster in der Mensa müssen zu bleiben – sonst Lärmbeschwerde von den Nachbarn...

Übergabe

Bei der Schichtübergabe passiert ein Check-In zwischen den Teammitgliedern. Es werden alle Auffälligkeiten angemerkt, wie Personen, die unter Beobachtung stehen, und Informationen zum bisherigen Verlauf des Abends ausgetauscht.

Erreichbarkeit

Während eurer Schicht ist es wichtig, dass ihr immer erreichbar seid. Wenn ihr zum Beispiel Unterstützung braucht, oder Informationen teilen/einholen wollt, habt ihr neben persönlicher Nachfrage auch die Möglichkeit, in die AWA-Gruppe zu schreiben – dementsprechend ist es wichtig, dass alle ihr Handy auf laut haben, damit (An-)Fragen schnell beantwortet werden können.

Des weiteren existiert eine AWA-Email: awareness@rotervektor.at. Diese Email kann weitergegeben werden, um beispielsweise (falls irgendwann mal nötig) mit betroffenen Personen in Kontakt zu bleiben. Sie dient auch der Dokumentation und erfüllt außerdem noch den Zweck, dass so Betroffene anonyme reports oder Beschwerden schreiben können, wenn sie sich z.B. nicht getraut haben, das AWA-Team persönlich anzusprechen.

Weitere Hilfsangebote

  • Rettung: 144
  • Polizei: 133
  • Feuerwehr: 122
  • Uni Wien Security: +43-1-4277-777

Seid sensibel auf die Situation! Sind keine weiteren Personen betroffen, liegt die Entscheidung, ob zum Beispiel die Polizei gerufen werden soll, bei der betroffenen Person! Möchte diese nicht, dass ein Sicherheitsdienst gerufen wird, dann solltet ihr den auch nicht rufen, solange keine akute Selbstgefährdung vorliegt. Besteht jedoch eine Gemeingefährdung, ist es eure Aufgabe, die Teilnehmenden an der Veranstaltung zu schützen, und in diesem Fall ist es an euch, der betroffenen Person diese Notwendigkeit sanft beizubringen und weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Beachtet auch die Beteiligten. Handelt es sich bei der betroffenen Person um ein Mitglied einer bereits marginalisierten Gruppe, die bei Verständigung der Polizei Gefahr läuft, noch mehr diskriminiert zu werden, ist es vielleicht ratsam, die Polizei vorerst aus dem Spiel zu lassen (soweit diese Entscheidung möglich ist, ab einer gewissen Schwere der Situation ist eine Verständigung der Polizei sowieso unumgänglich).

Versorgung

Um gute Awareness-Arbeit leisten zu können, ist eine gute physische und psychische Verfassung sowie bewusste Self-Care nötig. Seid für eure Schicht also möglichst ausgeschlafen.

  • Schutzraum:

Der JD steht während Festen exklusiv für das Awareness-Team und sonstige Fest-Mitarbeitende als Rückzugsort zur Verfügung. Hier könnt ihr euch auf eure Schicht vorbereiten, diese nachbereiten, oder eine Pause machen. Um den Raum auch wirklich für Mitarbeitende frei zu halten gibt es einen (oder über den Abend verteilt einige verschiedene) JD-Drachen, der*die den Abend über im JD ist und nur berechtigte Leute rein lässt.

Manchmal haben wir auch einen Seminarraum als „AWA-Zentrale“ reserviert. Hier könnt ihr Personen hinbringen, denen es nicht gut geht, sei es, um sie zu versorgen, oder um sie in einem sicheren Raum vor Gewaltausübung zu schützen. Gibt es keinen Seminarraum zu diesem Zweck ist dafür auf Vektorraum/JD auszuweichen.

  • Verpflegung:

Als Awareness-Team habt ihr Zugriff auf die Verpflegung, die vom Roten Vektor zur Verfügung gestellt wird, damit ihr fit und bei Kräften seid :)

Manchmal wird etwas gekocht, manchmal gibt es Brote und Aufstriche, so oder so findet ihr im JD Speis und Trank.